Gottesdienstreihe zur Zertifizierung "Schöpfungsleiter"

Sonntag, 13. Juni 2021, 11 Uhr
"Mein Putzlappen ist grün"
Interview mit Frau Zhang, Betriebsleiterin des Klärwerks Böblingen-Sindelfingen

Sonntag, 11. Juli 2021, 11 Uhr
"Virtuelles Wasser"
- Wasser-Fußabdruck

Mein Wasserverbrauch passiert nicht nur zu Hause

Text von Gerd Petras, Kirchlicher Umweltauditor, Prozessbegleiter Schöpfungsleiter

In Deutschland verbraucht jede*r von uns rund 120 Liter Trinkwasser pro Tag. Dies ist im Vergleich mit anderen Ländern recht wenig und es gibt kaum noch Einsparpotential. In Lebensmitteln, Konsumgütern und Dienstleistungen versteckt sich jedoch viel sogenanntes virtuelles Wasser. Unser täglicher Wasserfußab­druck beträgt so fast 3.900 Liter! Die Hälfte steckt in Produkten, die wir importieren. Also leben wir auf Kosten anderer Länder und tragen (teilweise unbewusst) zu Wassermangel und -verschmutzung in anderen Regionen bei.

In jedem Lebensmittel und in jedem Produkt steckt „virtuelles“ Wasser, also Wasser, das wir nicht sehen. Es wird für den Anbau der Lebensmittel, den Transport oder im Produktionsprozess benötigt. 

So stecken in einem Kilo Tomaten aus Spanien ca. 50 Liter Wasser. In einem Liter Milch sind es dann schon ca. 1.000 Liter für die Kuh selbst, für den landwirt­schaftlichen Betrieb sowie für den Verarbeitungs­prozess der Milch.

Bei einem T-Shirt beträgt der Wasserbedarf 4.100 Liter für den Anbau der Baumwolle (2.700 Liter) und die Verarbeitung. Bei einer Jeans sind es sogar 10.000 Liter. 85% davon für die Baumwolle, die restlichen 15% für die Verarbeitung.

Mit den folgenden Tipps können wir virtuelles Wasser sparen:

  • Regionales Obst und Gemüse saisonal einkaufen
    Das spart Wasser für Transport und Lagerung
  • Tee statt Kaffee trinken
    Tee wird in regenreichen Regionen angebaut und benötigt keine Bewässerung
  • Leitungswasser statt Mineralwasser trinken
    Das spart Wasser für die Flaschenproduktion, Reinigung und Transport
  • Ein T-Shirt oder eine Jeans weniger kaufen
  • … und es gibt noch viele weitere Möglichkeiten

Sonntag, 11. Oktober 2021, 11 Uhr
"Old McDonald had a farm, bio, bio, o ..."